An dieser Stelle möchte ich euch Jean-Marie in unverschämt verkürzter Form vorstellen. Jean-Marie ist für mich mittlerweile ein ganz besonderer Mensch geworden. Der wichtigste Grund dürfte sein, dass er einer der wenigen, wenn nicht sogar der einzige „auf Arbeit“ ist, der nach mir schaut. Und noch mehr. Ich habe ihm sehr viel zu Verdanken!

Er arbeitete auch in einigen europäischen Ländern, darunter in Deutschland. Einige Wörter sind noch haften geblieben und es klingt immer sehr luschtig, wenn ihm wieder Wortfetzen einfallen. Aber das Deutsch-Sprechen liegt weit zurück. Er sang sogar Carmina Burana in einem deutschen Chor, trägt als Pariser einen deutschen Nachnamen, ist seit Ende der 80er mit einer Engländerin verheiratet und hat zwei Söhne. Beide sprechen Französisch und Englisch fließend. Perfekt.

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Auch wenn es auf dem Foto nicht so ausschaut, lacht er viel und trotz des vielen Stresses in der Arbeit mit schwierigen Jugendlichen, verliert er nicht seinen Humor. Auf dem Foto sind wir gerade auf der Rückreise von Toulouse und haben den kompletten Nachmittag wie blöde geschuftet und sehen dementsprechend fertig auf.

Er lud mich viele Male zu seiner Familie ein. Total Klasse! Mit seiner Frau konnte ich mich blendend unterhalten (muss wohl am Englisch gelegen haben?!) und gerade mit dem Kleenen (9 Jahre alt) verstehe ich mich sehr gut. Eine sehr warme Atmosphäre, die ich zu Hause oft vermisst habe. Nach dem Abendbrot, dass in Frankreich immer heiß serviert wird, gingen Jean-Marie und ich meistens nach Lauzerte, wo jedes Wochenende Live-Musik in einer Bar in Gemäuern aus dem 9. Jahrhundert gespielt wird.

Sobald ich bessere und neue Fotos habe, erzähle ich ein wenig mehr über Jean-Marie.