…ich sag es immer wieder -mehr oder weniger- gerne. Denn SO ist das Leben! Es ist nicht komplett planbar. Das hat natürlich nicht nur gute Seiten. Erst vor wenigen Tagen begann ich, mit den luschtigen Stories über Schnulli anzufangen. Doch bereits jetzt kann ich sagen, dass es keine Fortsetzungen geben wird. Mario fliegt in Kürze zurück in sein Heimatland.

Abgesehen davon, dass Mario einfach in ein falsches bzw. für ihn unpassendes Projekt gesteckt wurde (eine Jugendherberge wäre sinnvoller gewesen), ist es doch erstaunlich. Denn Mario ist nicht der erste, der als ICYE-Volunteer die „Maison St. Roch“ frühzeitig verlässt. Und daran erkennt jeder Ungeschulte sofort, dass es gewiss auch andere Probleme hier vor Ort gibt. Mit mir an dritter Stelle (wie ihr wisst, kam Mario ein paar Wochen später hierher) kommen wir auf insgesamt vier Freiwillige. Der erste Volunteer ging bereits nach 3 Monaten, die zweite Kandidatin nach 5 Monaten, nunja, und nun noch Mario als vierter Freiwilliger nach etwas mehr als 6 Monaten von den insgesamt 12 vorgesehenen Monaten. Die Ausfallquote von 75% klingt nicht gerade klasse!

Mario fragte allerdings schon im Januar beim ICYE France nach einer Versetzung. Da die allerdings mitkriegten, dass er hier völlig ungeeignet ist, war für die Organisation „Jeunesse et Reconstruction“ klar, dass er in kein anderes soziales Projekt geschickt werden könnte (Ich erzählte euch, dass Mario in seinen Bewerbungsunterlagen gelogen hatte). Doch es gab keine freien Plätze mehr (z.B. in Jugendherbergen oder anderen Touristikunternehmen) und für körperliche Arbeit in der „Emmaüs Community“ war er sich zu fein. Wie auch immer…

Ich kenne natürlich auch die Schattenseite in dieser Arbeit im Nirgendwo, von denen ich euch nur Teile erzählte. Ich kann es teilweise auch wirklich verstehen, denn diese Gedanken kamen mir ebenfalls. Und wäre das Musikprojekt nicht gestartet, hätte ich genauso das Projekt gewechselt. Doch ich bleibe.