Anfang Juni war ich mit meinem Foyer „La Casèla“ für ein verlängertes Wochenende in der Nähe von Mazamet. Das Camp an einem wunderschönen See bildete einen enormen Kontrast zur letzten „Voyage“ nach Paris: Denn bis auf diesen See, das Haus und einem idyllischen Wald gab es im Grunde nur noch eine kaputte Telefonzelle, die ungefähr 3 Km entfernt lag. Als wir am Freitag mit den Transportern aus Mazamet raus und Richtung Haus gurkten, brauchten wir über 20 Minunten durch den Wald.

Ich fand es fantastisch. Für mich und -ich denke- letztendlich auch für die Kiddies. Obwohl natürlich ordentlich gemeckert wurde; aber das war ja vorher klar. Während bei den Ausflügen jedes Wochenende (nach Montauban, Bordeaux, Carcassonne etc.) oder den längeren Reisen in den Ferien (z.B. nach Paris) jeder der Kerle getrennte Wege geht und fast nichts mit den anderen zusammen macht, war dies HIER unmöglich… UND perfekt für den Gruppenerhalt. Schließlich gibt es innerhalb der Woche (in der Maison St. Roch) kaum Freiraum dafür. Beim Camp in der Nähe von Mazamet wurde gemeinsam geschwommen, Fahrrad gefahren, am See gefischt, auf dem Sportplatz Fußball oder Basketball gespielt, die Mahlzeiten gekocht und abends saß man zusammen am Lagerfeuer.

Bis auf einen Zwischenfall mit Rolant war das Wochenende sehr angenehm… Der angesprochene Wald in diesem Gebirge war herrlich und würde man nicht ab und zu irgendetwas Französisches sehen, dann könnte man durchaus glauben, in einem Süddeutschen Nadelwald zu stehen. Am Samstag schnappte ich mir ein Bike und dachte mir, fahr doch einfach mal los. Das tat ich auch; ohne lange zu überlegen. Anfangs gab es noch einen breiten Weg, der für Autos geeignet war. Später war er so schmal, dass Wanderer echte Freude hätten, und nach einigen Kilometern war hinter einem umgeknickten Baum definitiv Schluss. Der Weg endete apruppt.

Ich bin dann allerdings über den Baum geklettert und bin weiter und weiter und weiter und musste mein Fahrrad bestimmt zu Zweidrittel schieben oder tragen, weil das irgendwie völlig für den Popo war, was ich da machte. Dennoch machte es einfach Spaß, sich da im Wald abzureagieren. Der Wald war so dicht, dass nur an ganz wenigen Stellen das intensive Sonnenlicht durchdrang. Das Wetter war super! Nach so 2 Stunden landete ich wieder am riesengroßen See, an einer völlig anderen Stelle, und ich ging erst einmal baden. Nackig, war ja keiner da. *lach*

Ja, dieser Zwischenfall… Im Wald fuhren zwei Jugendliche mit Cross-Maschinen durch den Wald, was sicherlich auch hammerspaß macht. Rolant kam auf die völlig bescheuerte Idee, einen mit ’nem Stein zu bewerfen und versuchte das auch noch zu rechtfertigen. Die zwei verschwanden und rückten mit ihrer fast 20-köpfigen Dorf-Gang in unserem Camp an. Schlagstöcke und anderes Werkzeug mitinbegriffen. Supermegaklasse! Doch wäre das nicht schon genug, provozierte er weiter. Man man man! Anstrengend. Sehr anstrengend, doch es ging noch mal gut und wir Erzieher konnten die Situation deeskalieren. Bis auf diesen Zwischenfall war es insgesamt aber ein ausgesprochen harmonisches Camp, und selbst an den Abenden nahmen alle an den Gruppenspielen teil. Das sind ja sonst total peinliche Sachen! *grins* Aber schaut doch selbst….

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