Meine Lesenswert-Empfehlungen kommen offensichtlich gut an. Mich erreichen immer mehr Rückmeldungen und Fragen, wie ich das realisiert habe. Dabei empfehle ich schon seit Jahren Artikel und Websites und schreibe darüber in Twitter, Facebook und in meinem Blog. Es sind Links, die mir gut gefallen, ich lustig finde oder bei denen ich denke, dass sie wertvoll sind zu zeigen, sie möglicherweise einen gewissen Denkanstoß geben, ja vielleicht sogar eine Diskussion initiieren oder weiterführen könnte. Irritierend finde ich allerdings die Tatsache, dass die Link-Empfehlungen erst mit dem Begriff „Lesenswert“ auffällig viele Rückmeldungen erfahren haben. Aber vielleicht hat es auch etwas Gutes? Ein schnell erklärter Einblick in die Technik, wie ich Lesenswertes realisiere.

Beispiel 1: Twitter

Lesenswert!

Lesenswert!

Beispiel 2: Facebook

Lesenswert!

Lesenswert!

Beispiel 3: Blog-Widget

Lesenswert!

Lesenswert!

Beispiel 4: Google Reader

Lesenswert!

Lesenswert!

Um diese Elemente (nahezu vollständig) automatisch veröffentlichen zu lassen, benötigen Sie mindestens einen Google Reader– und einen Hootsuite-Account. Es gibt sicher noch zahlreiche andere Dienste, die es ähnlich bewerkstelligen. Ich finde diese beiden aber besonders einfach und praktisch. Natürlich benötigen Sie auch ein Persönliches Profil oder eine Fanpage bei Facebook, sowie einen eigenen Blog und einen Twitter-Account, um dort die lesenswerten Artikel zu posten. Ist klar.

Schritt 1 → Google Reader

  • Für Google-Reader anmelden
    Nach der Anmeldung und Einrichtungen ist der wichtigste Abschnitt „Empfohlene Artikel“ (auf der linken Seite unter dem Punkt „Meine Beiträge). Dort finden Sie später gespeicherte Artikel und Websites.
  • PopUp-Kommentarfunktion einrichten
    Eine geniale, da sehr praktische Funktion ist die Möglichkeit, die im Internetbrowser zu sehende Website mit nur zwei Klicks als „empfohlenen Artikel“ zu speichern. Gehen Sie dazu in die Reader-Einstellungen (oben rechts) und anschließend auf den Register „Extras“. Dort ziehen den Link „Kommentare in Google Reader“ mit der Maus hoch in die Lesezeichen-Leiste. Fertig!
  • PopUp-Kommentarfunktion nutzen
    Egal auf welcher Website oder auf welchem Artikel Sie sich nun befinden. Gefällt Ihnen dieser und Sie möchten diesen weiterempfehlen, klicken Sie einfach auf den neuen Lesezeichen-Button. Dort können Sie den Titel und die Beschreibung ändern. Im Normfall reicht der Klick auf „Artikel veröffentlichen“ aus. Vergessen Sie aber nicht, ein Häkchen bei „Zu empfohlenen Artikeln hinzufügen“ zu setzen, sonst bleibt der Link nur Ihnen vorbehalten.
  • XML-Newsfeed-Link notieren
    Ihre Link-Empfehlungen sind nun öffentlich zugänglich und können über die Shared-Seite eingesehen werden (siehe Beispiel-Grafik Nr.4 und meine Seite). Ihre persönliche Seite erfahren Sie, wenn Sie die Empfehlungseinstellungen aufrufen. Dort sollten Sie erst noch checken, ob Ihre Empfehlungen „öffentlich“ sind (ganz oben, erster Punkt). Im dritten Punkt „Ihre Empfehlungsseite“ erfahren Sie schlussendlich Ihre persönliche Shared-Seite. Auf der neuen Seite befindet sich auf der rechten Seite „Atom-Feed“; diesen Link sollten Sie notieren. Er ist für das Blog-Widget und Hootsuite wichtig.

Schritt 2 → Hootsuite

  • Für Hootsuite anmelden
    Registrieren Sie sich für Hootsuite, um die Link-Empfehlungen automatisiert zu Facebook und Twitter zu senden. Wenn Sie lediglich einen Widget für Ihren Blog anbieten wollen, dann springen Sie gleich zum Schritt 3. Nach der Registrierung bei HootSuite müssen Sie Ihre SocialNetworks hinzufügen und HootSuite die Autorisierung erteilen.
  • XML-Newsfeed einbinden
    Nun gehen Sie zu Settings RSS/Atom und klicken auf „Add New Feed“ und tragen im ersten Feld (Feed-URL) den XML-Newsfeed-Link von Ihrer GoogleReader-Sharded-Seite ein. Danach können Sie noch die Intervalle bestimmen und vor allem die SocialNetworks auswählen, zu denen neue Linkempfehlungen automatisch versendet werden. Nach Klick auf „Save feed“ läuft dieser Dienst nun voll automatisiert ab.

Schritt 3 → Blog-Widget

  • WordPress
    Da es das vermutlich weit verbreitetste Blogsystem ist, eine kleine Anleitung für WordPress.
  • RSS-Widget
    WordPress bietet von Haus aus ein solides RSS-Widget an. Unter Design Widgets schieben Sie es einfach in die Sidebar. Geben Sie auch dort den XML-Newsfeed von GoogleReader ein. Speichern. Fertig!
  • Tuning
    Normalerweise aktualisiert WordPress nur alle 12 Stunden diesen Rss-Newsfeed. Mit einem kleinen Eingriff in die functions.php Ihres Themes können sie diesen Intervall aber verkürzen. Fügen Sie dazu den nachfolgenden Filter (z.B. direkt nach <?php) in die functions.php ein:
    add_filter( 'wp_feed_cache_transient_lifetime', create_function('$fixrss', 'return 1800;') );Die Zahl gibt den Intervall in Sekunden an und kann beliebig verändert werden. In diesem Fall sind 1800 Sekunden = 30 Minuten.

Ihre lesenswerten Empfehlungen

Es gibt natürlich auch Nachteile: Denn HootSuite sucht nur einmal pro Stunde nach Ihren neuen Linkempfehlungen und veröffentlicht sie bei Twitter und Facebook. Das bedeutet eine zeitliche und zahlenmäßige Reglementierung. Außerdem können in der kostenfreien Version nur maximal zwei SocialNetworks ausgewählt werden. Darüber hinaus setzt das Standard-RSS-Widget von WordPress keine Pings an die jeweiligen Websites ab. Sollte dies kein Problem für Sie darstellen, legen Sie los und empfehlen Sie gute Artikel weiter!