Nach rund 80 Jahren scheint es endlich eine Trendwende im Kino zu geben. Statt der bislang 24 Bilder pro Sekunde startet heute Der Hobbit in ausgewählten Kinos mit 48 Frames per Second. Bei High Frame Rate 3D wird die doppelte Bilderanzahl pro Sekunde auf die Leinwand projiziert. Das soll gerade bei schnellen Kamerafahrten oder actionlastigen Szenen ein besseres Bild erzeugen und Ruckler oder gewisse Dia-Effekte verhindern. Welche Kinos in der Hauptstadt für HFR ausgerüstet sind, lesen Sie im Artikel.

Die Idee ansich ist nicht neu. Schon James Cameron wollte für seine 3D-Produktion Avatar – Aufbruch nach Pandora mit 60 Bildern pro Sekunde arbeiten, scheiterte aber an zu vielen Hürden. Wir reden hier von einer Zeit, als 3D noch ein Nischenprodukt von IMAX-Kinos oder Vergnügungsparks war und sich fast jeder unter einem 3D-Film eine Schmach mit rot-grünen Brillen vorstellte. Die Zeiten sind gewiss vorbei, obgleich man sich gelegentlich die Zeiten zurücksehnt, in denen nicht jeder Rotz auf 3D gepusht wurde. Trotzdem bietet mittlerweile nahezu jedes Kino in Deutschland diese Technologie an. Und jetzt schon wieder Innovationen?

Wie t3n berichtet gab es bei einem Testfilm im Frühling mit 48fps nicht nur Applaus. Ob sich die Technik durchsetzt, dürfte hingegen schon längst geklärt sein. Vielmehr wird es Zeit kosten, bis sich HFR vollends etabliert hat – bei den Filmemachern, Kinobetreibern und natürlich auch bei den Zuschauern. In Deutschland sind zum Hobbit-Start gerade einmal rund 150 Kinosäle mit entsprechender Technik ausgerüstet – das sind noch nicht einmal 10 Prozent aller Kinos in Deutschland. Möglicherweise werden die 48 fps aber auch nur eine Brückentechnologie Richtung 60 fps sein. Denn für Avatar 2 soll Cameron wohl schon mit 60 fps drehen – die Zeit scheint reif zu sein. Ausführliche Details zu HFR finden Sie übrigens bei den Kollegen von Digitale Leinwand.

In Berlin bieten lediglich 14 Kinos den Hobbit-Film mit einer “High Frame Rate 3D” an – und fast so viel kostet dann auch eine Kinokarte. Das wird von Kinobetreibern ungefähr wie folgt berechnet: Kinokarte + Längenzuschlag + 3D-Zuschlag + HFR-Zuschlag + Mimimi-Zuschlag.

Berliner Kinos mit “High Frame Rate 3D”