Als ich mich Donnerstagabend bei Twitter über die „mediale Hinrichtung der beiden Moderationsflitzpiepen“ bei der Echo-Musikpreisverleihung vorfreute, hätte ich nicht ahnen können, dass die Kritiker in der deutschen Medienlandschaft noch härter zuschlagen würden. Ihr Ziel: Die WDR-1live-Moderatorin Sabine Heinrich und ProSieben-Talker Matthias Opdenhövel, die in einem unprofessionellem Rahmen den ECHO begleiteten. Der Echo war mal etwas, aber das Trauerspiel in Berlin war teilweise nicht auszuhalten. Für Scorpions-Frontmann Klaus Meine, den der Tagesspiegel zitiert, war es „eine grottenschlechte Präsentation“. In der Tat! Auf geht’s: Eine Auswahl von acht Medien.

Süddeutsche

„Die ARD-Moderatoren Sabine Heinrich und Matthias Opdenhövel (…) ziehen gerne Vergleiche: Jan Josef Liefers und seine Frau Anna Loos seien die deutschen „Brangelina“, Sasha ist der deutsche Robbie Williams, der Publikumspreis für das beste Video international ist der Oscar innerhalb des Echos. Wie bitte, was? Na, egal.“

Tagesspiegel

„Die Moderation der Gala stieß mehreren Promis sauer auf: Dass Moderator Matthias Opdenhövel die Sängerin Sade nach ihrem Shampoo gefragt hatte, konnten der Kölner Reggaesänger Gentleman und Scorpions-Frontmann Klaus Meine nicht glauben. „Es waren tolle Künstler da, aber eine grottenschlechte Präsentation“, fand der Altrocker.“

Welt

„Es hat in den vergangenen Jahren definitiv schon viel schlechtere Echo-Galas gegeben als die in Berlin. Gemessen an der Ankündigung von Moderatorin Sabine Heinrich, ”wir sind heute Abend auf allen Ebenen perfekt aufgestellt“, war sie aber nicht gut genug. Das lag auch an Heinrich selbst, die die Kunst des kurzweiligen Smalltalks leider nicht beherrscht.“

Spiegel

„Schuld daran war vor allem das Moderatorendoppel, das durch die live übertragene Gala führte. (…) Die öffentlich-rechtliche Radiofrau Heinrich lernte dabei unter anderem, wie man auf Highheels über Kabel tänzelt; der ewige Raab-Sidekick Opdenhövel, eine Art enthemmter Sparkassenkundenberater, machte sich derweil viele Gedanken um seine eher bescheidene Haarpracht. Klar, Glamour geht anders, Unterhaltung aber eben genau so.“

Klatsch-Tratsch.de

„Die Radiomoderatorin mit der Zahnlücke beherrscht weder Minimalgrundsätze des Smalltalks, sie besticht durchweg durch dämlichen Fragen auf Praktikanten-Niveau bei einem Regionalsender. Heinrich hat alles versaut. (…) Auch Opdendövel hinterließ mit seinem peinlichen Englisch nur Fragenzeichen auf der Stirn von Popstar Sade. “Ich verstehe sie nicht”, ignorierte die Diva kurzerhand sein Geschwätz.“

Focus

„Und nächstes Jahr? Wünsche ich mir Sascha Heyna und Hadiya Hohmann als Echo-Team. Wie, die kennen Sie nicht? Sind Top-Moderatoren bei den Privaten. Also bei QVC. Besser kriegen Sie garantiert GEZ-freie Mikrofaserbettwäsche nicht erklärt.“

Frankfurter Rundschau

„Originelle Interviews und spontaner Humor sind Sabine Heinrichs Sache nicht, und auch der sonst leidlich souveräne Matthias Opdenhövel griff an diesem Abend ein ums andere Mal daneben. (…) Opdenhövel schwallte dumpf witzelnd auf die Sängerin Sade ein. (…) Man (…) fragt sich ein ums andere Mal, ob in Deutschland kein Moderator aufzutreiben ist, der über Gastgeberqualitäten und einen Basiswortschatz in Englisch verfügt.“

Laut.de

„Sind der ARD ob der aufwendigen Bühnenshows und internationaler Prominenz die GEZ-Gebühren für kompetente Moderatoren ausgegangen? Jedenfalls schlitterten die Pro Sieben-Leihgaben Sabine Heinrich und Dauergrinser Matthias Opdenhövel von einer Peinlichkeit in die nächste.“