Haben Sie heute schon „Tote gefordert“? Oder „fieberhaft“ nach irgendetwas gesucht? Hat ein Politiker nicht gerade im Radio verkündet, dass er irgendein Gesetz „nachbessern“ will? In der Zeitung ist von „Datendiebstahl“ die Rede und im Wirtschaftsmagazin gibt es „Grünes Licht“ für eine Fusion? Im Fernsehen wurde ein Polizeisprecher interviewt, der versichert, die Ermittlungsbehörden arbeiten „mit Hochdruck“? Mein neues Projekt heißt Floskelwolke – und das informiert über die meistbenutzten Floskeln und Phrasen in den deutschsprachigen Medien. Jeden Tag.

Nicht alle Phrasen und Floskeln sind schlimm, aber viele unnötig oder im besten Fall einfach nur falsch. Einige wenige sind in der Tat schlimm, und zwar immer dann, wenn es um eine sachliche Berichterstattung geht, wie sie allen voran in den Nachrichten gefordert ist.

Floskelwolke.de von Sebastian Pertsch und Udo Stiehl

Die tägliche Floskelwolke

Auf Floskelwolke.de analysieren der Nachrichtenredakteur Udo Stiehl und ich mehr als 2.000 Medien und damit nahezu alle Websites der deutschsprachigen Zeitungen, Fernsehsender, Radiosender und Magazine aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für diese Domains werten wir die Trefferhäufigkeit von derzeit 50 Floskeln und Phrasen aus. Jeden Tag um 7 und 19 Uhr gibt es ein Update auf der Website, bei Twitter und bei Facebook, das immer rückwirkend für die 24 Stunden davor gilt. Grundlage sind hierfür meine bald startenden SocialMedia-Charts der Medien, wie sie bei der RADIOSZENE in einer Kurzfassung schon zu sehen.

Die Idee für die Floskelwolke hatten wir vor rund einer Woche. Gesehen oder gehört haben Udo und ich uns noch nie. Eine reine digitale Planung und Entwicklung, die fabelhaft und sehr konstruktiv funktioniert. Es ist mir eine große Freude mit ihm zu arbeiten. Heute ist die Floskelwolke online gegangen und ich bin gespannt, was da auf uns noch zu kommt.

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